Kamera plus Auswertung

Videoanalyse und Auswertung – Kameradaten nutzbar machen

Eine Kamera zeichnet auf. Ausgewertet wird sie selten, weil niemand die Zeit hat, Aufnahmen durchzusehen.

Die meisten Betriebe haben Kameras, und fast alle benutzen sie erst, wenn etwas passiert ist. Dann sitzt jemand eine Stunde vor der Zeitleiste und sucht. Dabei steckt in diesen Aufnahmen eine Information, die sich automatisch herausziehen lässt: was sich bewegt hat, wann, wie oft und in welche Richtung. Auf vorhandene UniFi-Protect-Anlagen setze ich eine Auswertung auf. Die Erkennung läuft auf Hardware im Betrieb, die Ergebnisse landen in einer Datenbank, und daraus entsteht eine Oberfläche mit Zahlen. Die Aufnahmen selbst verlassen das Haus dabei nicht.

Das steckt drin

Objekte erkennen

Fahrzeuge, Container, Maschinen, Paletten. Was regelmäßig vorkommt, lässt sich zuverlässig unterscheiden.

Vorgänge zählen

Zufahrten, Anlieferungen, Durchgänge, Standzeiten. Mit Zeitstempel und ohne dass jemand mitschreibt.

Protokoll in der Datenbank

Jedes Ereignis wird gespeichert und bleibt auswertbar, auch wenn die Aufnahme längst gelöscht ist.

Kennzahlen auf einen Blick

Eine Oberfläche zeigt Verläufe, Summen und Auffälligkeiten. Im Browser, auch vom Handy aus.

Meldung bei Auffälligkeiten

Bewegung außerhalb der Betriebszeit oder ungewöhnliche Häufungen melden sich von selbst.

Verarbeitung im Haus

Erkennung und Speicherung laufen auf eigener Hardware im Netzwerk, nicht bei einem Clouddienst.

Was dabei erlaubt ist und was nicht

Videoauswertung im Betrieb ist kein Selbstläufer. Für die Aufnahme selbst braucht es einen Grund, der sich benennen lässt, meist der Schutz von Eigentum oder die Kontrolle betrieblicher Abläufe, und dieser Grund muss schwerer wiegen als das Interesse der Aufgenommenen. Dazu kommen Hinweisschilder, festgelegte Löschfristen, ein Eintrag im Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten und, sobald Beschäftigte betroffen sind, deren Beteiligung.

Die Auswertung ändert an diesen Regeln nichts, sie verschiebt aber die Bewertung. Wer Fahrzeuge und Objekte zählt, verarbeitet etwas anderes als jemand, der Personen wiedererkennt.

Gesichtserkennung und die Auswertung des Verhaltens einzelner Mitarbeiter baue ich nicht. Das ist rechtlich heikel bis unzulässig, und in einem normalen Betrieb ist es auch gar nicht nötig: Für die Fragen, um die es tatsächlich geht, reicht es, Objekte zu unterscheiden und Vorgänge zu zählen.

Wo eine Datenschutz-Folgenabschätzung fällig wird, sage ich das vor der Umsetzung, statt es später zu entdecken. Die rechtliche Prüfung im Einzelfall bleibt Sache deines Datenschutzbeauftragten oder deines Anwalts. Ich sorge dafür, dass die Technik zu dieser Prüfung passt.

Typische Fragen, die sich damit beantworten lassen

Wie viel ist wirklich los?

Zufahrten, Anlieferungen und Abholungen pro Tag, Woche und Monat. Mit Tagesverlauf statt Bauchgefühl.

Wie lange steht etwas?

Standzeiten von Fahrzeugen oder Containern, inklusive Auffälligkeiten nach oben.

War nachts jemand da?

Bewegung außerhalb der Betriebszeiten wird erkannt und gemeldet, ohne dass jemand aufbleibt.

Stimmt die Dokumentation?

Erfasste Vorgänge lassen sich gegen Lieferscheine oder Aufträge halten, wenn etwas unklar ist.

Erst ansehen, dann entscheiden

Ob sich eine Auswertung lohnt, hängt an der Anlage und an der Frage, die du beantwortet haben willst. Beim kostenlosen Potenzialcheck sehe ich mir die vorhandenen Kameras an und sage dir, was damit geht und was nicht. Ist die Anlage dafür nicht geeignet, erfährst du das an dem Tag und nicht nach dem ersten Rechnungsposten.

Einheitlicher Stundensatz, Abrechnung im 15-Minuten-Takt, keine versteckten Kosten. Kein klassischer Kundendienst, sondern ein fester persönlicher Ansprechpartner mit über 20 Jahren IT-Erfahrung – im Raum München Ost, DSGVO-konform und auf Wunsch self-hosted.

Häufige Fragen

Funktioniert das mit unseren vorhandenen Kameras?

In der Regel ja, wenn die Kameras einen brauchbaren Bildausschnitt und eine vernünftige Auflösung liefern. Ich arbeite überwiegend mit Anlagen von Ubiquiti UniFi Protect, weil ich diese Technik ohnehin plane und betreue. Andere Systeme gehen auch, solange sie einen Videostream im Netzwerk bereitstellen. Was nicht geht, sage ich, bevor etwas gekauft wird.

Werden die Aufnahmen in die Cloud geschickt?

Nein. Erkennung und Auswertung laufen auf Hardware bei dir im Netzwerk. Was das Haus verlässt, ist höchstens eine Meldung, dass etwas passiert ist, und auch nur, wenn du das so willst. Genau das ist der Grund, warum ich diesen Weg baue und keinen Clouddienst dazwischenschalte.

Dürfen wir das überhaupt?

Videoüberwachung im Betrieb ist zulässig, wenn es einen berechtigten Grund gibt, die Aufnahme verhältnismäßig bleibt, Hinweisschilder vorhanden sind, Löschfristen festgelegt sind und die Verarbeitung dokumentiert ist. Sind Beschäftigte betroffen, müssen sie beteiligt werden. Die Auswertung von Objekten und Vorgängen ist dabei deutlich weniger kritisch als das Wiedererkennen von Personen, das ich bewusst nicht baue. Die rechtliche Prüfung im Einzelfall gehört zu deinem Datenschutzbeauftragten.

Wie zuverlässig erkennt so ein System?

Bei klar unterscheidbaren Objekten wie Fahrzeugen ist die Erkennung gut genug, um belastbare Zahlen zu liefern. Fehler gibt es trotzdem, vor allem bei schlechtem Licht, Regen oder ungünstigem Kamerawinkel. Deshalb wird jede Auswertung anfangs mit der Wirklichkeit abgeglichen und nachjustiert, bevor sie in den Betrieb geht. Wer behauptet, so etwas laufe von Anfang an fehlerfrei, hat es nicht gemacht.

Was kostet eine solche Auswertung?

Abgerechnet wird nach Aufwand zu 110 Euro netto je Stunde im 15-Minuten-Takt. Der Aufwand hängt daran, wie viele Kameras beteiligt sind, wie klar die Fragestellung ist und ob passende Hardware für die Erkennung schon vorhanden ist. Nach dem Blick auf die Anlage bekommst du eine Schätzung, mit der du rechnen kannst.

Logo Andreas Grundke IT-Service
Andreas Grundke Inhaber · Fachinformatiker für Systemintegration Persönlicher IT-Betreuer mit über 20 Jahren Erfahrung in der IT-Branche. Single Point of Contact für KMU, Handwerk und Büros im Raum München Ost – von Microsoft 365 über Netzwerktechnik (Ubiquiti UniFi) bis zur Datensicherung nach der 3-2-1-Strategie.
Zuletzt aktualisiert: 22. August 2026 · Kontakt aufnehmen